Kann man emotionale Triggerpunkte auflösen?

Das fragte mich zuletzt jemand im Business Coaching. Was glaubt ihr? Kann man Triggerpunkte wirklich langfristig auflösen?

Eine Teilnehmerin, Christiane Kaiser, hat mir einige Tage nach meinem Waldseminar folgendes Zitat geschickt. Ihr Sohn hatte sie häufig getriggert, also „öfters“ aufgeregt – wie das bei Kindern manchmal so ist 😊:

„Hi Lutz, ein kurzes Update zu den emotionalen Triggern meines Sohnes. Ich bin tatsächlich viel gelassener und mich triggert es kaum noch. Bin wirklich über deine ESR-Methode begeistert.“

Man spricht von einem Triggerpunkt, wenn man sich über jemanden aufregt – und zwar immer wieder in ähnlichen Situationen.

Wir kennen das aus dem Privaten: Der Partner oder die Partnerin lässt die Zahnpasta liegen, räumt die Socken nicht auf oder lässt immer wieder die Schranktüren offen.

Oder auch im Business-Kontext: Ein Mitarbeiter kommt immer wieder zu spät, arbeitet langsam. Der Kollege räumt die Spülmaschine nicht aus oder stellt sein Geschirr nicht weg. Ein Kunde nervt immer wieder mit komischen Fragen, versucht, den Preis zu drücken, und bezahlt dann auch noch später als gewünscht.

Kennt ihr bestimmt, oder? Vielleicht nicht genau so – aber solche Themen kennt jeder aus persönlichen Beziehungen.

Was mache ich denn, wenn ich mich wirklich aufrege und immer wieder getriggert werde?

Emotionen nicht nur regulieren, sondern transformieren

Das eine sind Strategien im Moment, um nicht komplett auszurasten, sich zu regulieren: kurz rausgehen, sich beruhigen, an eine Palme denken und sich sagen: „Ich bleibe unten“ oder „Der bringt mich nicht auf die Palme.“ Kurz bis fünf zählen.

Aber solche Strategien helfen nur im Moment. Kommt der Mitarbeiter das nächste Mal zu spät, regt man sich wieder auf. Das heißt: Emotionen zu regulieren hilft nur kurzfristig.

Zusätzlich hilft es, die Emotionen zu transformieren und die Triggerpunkte aufzulösen.

Und das geht mit innerer Arbeit. Wenn man bei sich anfängt, statt sich immer wieder über den anderen aufzuregen.

Eine mögliche Methode ist die sogenannte ESR-Methode – emotionale Stressreduktion, die ich häufig mit meinen Klienten anwende, ihnen beibringe und die wir im Waldseminar einüben.

Es gibt natürlich auch noch viele andere Methoden, die ich erlebt habe und teilweise auch verwende: Emotionen mit LEGO® bauen oder mit Steinen und Stöcken im Wald darstellen. Oder sie malen. Aufstellungsarbeit, Hypnose oder EMDR bei tieferen Themen.

Aber das, was ihr jeden Tag selbst machen könnt, ist diese ESR-Methode – mit dem Ziel, innerlich gelassener zu werden.

Abschließend ist meine Antwort also: Ja, man kann Triggerpunkte auflösen.

Ich mache die ESR-Methode für mich jeden Tag und das Auflösen von Triggerpunkten auch mit anderen Coaches oder Psychologen. Manchmal geht es ganz schnell, und manche Triggerpunkte sind eine Lebensaufgabe – je nachdem, wie tief die Ursache sitzt und man braucht natürlich den oder die Richtigen, die einen dabei unterstützen.

Ich kann euch nur ermutigen: Fangt damit an. Es lohnt sich.

Wer die ESR-Methode kennenlernen möchte – ich habe es hier schon öfter kommuniziert:

Ich habe dazu Videos für einen großen öffentlichen Auftraggeber gedreht.

Die Videos findet ihr auch hier auf unserer Website.

Wer sich auch im Unternehmenskontext intensiver mit dem Auflösen emotionaler Triggerpunkte und dem Thema Wertschätzung beschäftigen möchte:

In meinem Vortrag zum Thema Wertschätzung gehe ich unter anderem darauf ein, wie Wertschätzung in Teams und Unternehmen gestärkt werden kann und wie wir besser mit emotionalen Triggerpunkten umgehen können.

Und wer diese Themen im eigenen Unternehmen vertiefen möchte, den unterstütze ich gerne im Rahmen meiner ganzheitlichen Unternehmensberatung.

Sie sind neugierig geworden?

Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf! Wir freuen uns über Ihr Interesse und beantworten gerne Ihre Fragen rund um unsere Angebote.